Aktuelle Mitteilungen

9. Dezember 2019: Am 5. Dezember stellten der Altertumsverein und das Stadtarchiv Worms im Rahmen einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek Worms den 35. Band der wissenschaftlichen Zeitschrift „Der Wormsgau“ vor.

Alle Mitglieder können den Band ab sofort im Raschi-Haus/Stadtarchiv kostenlos abholen.

Der Vorsitzende Dr. Josef Mattes würdigte den Einsatz von Stadtarchivar Dr. Bönnen (gleichzeitig Geschäftsführer des Altertumsvereins), dessen Einsatz das regelmäßige Erscheinen des Wormsgaus ermöglicht sowie die unentgeltliche Arbeit der Autoren.

Dr. Bönnen stellte den Band im Einzelnen vor und sprach den Autoren sowie dem Verleger Dr. Werner (Wernersche Verlagsgesellschaft) seinen Dank für seinen unersetzlichen Einsatz für die Gestaltung des Bandes aus.

Dr. Werner selbst fasste in einem kurzen Vortrag die Ergebnisse seiner Forschung zur Baugeschichte des Herrnsheimer Schlosses zusammen, die er im neuen Band ausführlich dargestellt hat.

Buchvorstellung durch den Altertumsverein Worms, „Der Wormsgau“ (Band 35) in der Stadtbibliothek
vlnr: Dr. Josef Mattes, Prof. Dr. Gerold Bönnen und Dr. Ferdinand Werner, Foto: Rudolf Uhrig

Der Inhalt des Bandes im Überblick:

Wilfried E. Keil, Die Pfarrkirche Sankt Ulrich in Altenstadt im Elsass. Neue Datierungen durch Vergleiche der Steinbearbeitung und Rekonstruktion des ottonischen Baus

Marzena Kessler, Gemeindehaus, Lehrhaus, Tanzhaus, Hospital: Zur verborgenen Baugeschichte des Raschi-Hauses

Nadine Hoffmann, Von außergewöhnlich universellem Wert – Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz und Ihre Bewerbung zum UENSCO-Welterbe

Hans-Oskar Koch, Die Wormser Stadtorganisten im 17. Jahrhundert „vor dem Brand“ (1689): Bernhard Wernitzheuser und Johann Jungnickel

Ferdinand Werner, Schloss und Park in Herrnsheim

Gerold Bönnen, Das Wormser Rathausfresko von Hermann Prell (1883/84) – ein Stück verlorener Kunst- und Stadtgeschichte des Historismus

Josef Mattes, Tätigkeitsbericht Altertumsverein 2018/19

29. Oktober 2019: Die Arbeitsgemeinschaft „Wormser Lederindustrie“ im Altertumsverein informierte Ende Oktober 2019 durch ihren Sprecher Helmut Denschlag den Bundestagsabgeordneten Jan Metzler (CDU) und den Standortleiter der Firma Syntomer im früheren Verwaltungsgebäude der Firma Doerr & Reinhart über die Geschichte der Lederindustrie in Worms.

Helmut Denschlag (2. v. r.) führt Jan Metzler (Mitte) durch das ehemalige Verwaltungsgebäude von Doerr und Reinhart (Foto: Norbert Rau)

Frühere Mitteilungen

Mitgliederbrief Oktober 2019

wie im letzten Mitgliederbrief im September angekündigt, erhalten Sie heute eine etwas ausführlichere Darstellung der Situation im Städtischen Museum Andreasstift und der Position des Altertumsvereins zu den drängenden Fragen.

Liebe Mitglieder des Altertumsvereins,

Auf der einen Seite haben wir die erfreuliche Entwicklung des Erdgeschosses, nämlich der Neubau zweier Flügel des Kreuzgangs, die Umgestaltung des Weißen Saales zu einem klimatisierten Museumsraum, die Umgestaltung der ehemaligen Verwaltungsräume zu einem weiteren Ausstellungsraum, die Sanierung der Toiletten im Kellergeschoss, die Anlage eines weiteren Notausgangs zur Straße am Andreastor, sodass 2021 genug Raum für eine große Landesausstellung zum Lutherreichstag und seinen Folgen vorhanden ist.

Andererseits stellen die beiden Obergeschosse, in denen bisher das historische Museum der Stadt Worms untergebracht ist, ein großes Problem dar. Die alte Heizungsanlage, die zu Teilen noch aus der Sanierungsphase des Gebäudes von 1928-1930 stammt, ist undicht, sodass die Obergeschosse nicht mehr heizbar sind und die alten Leitungen für die darunter liegenden Geschosse eine Gefahr darstellen. Ähnliches gilt für die Stromversorgung. Auch die Anlagen für den Brandschutz entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Also ist eine Schließung der Obergeschosse unabdingbar.

Zum Schutz der Exponate und natürlich der Mitarbeiter wird aber eine provisorische Heizung mit neuen Leitungen bis Ende des Jahres 2020 eingebaut, die eine Erwärmung zwischen 18 und 20 Grad erbringt. Ebenso wird es neue Brandmelder, eine neue Einbruchmeldeanlage und provisorische, auf Putz gelegte Stromleitungen geben. Aus technischer Sicht wäre also ab Ende 2020 eine Wiederöffnung der Obergeschosse möglich. Daher spricht sich der Altertumsverein klar für eine solche Wiederöffnung aus, damit nicht die größten Schätze des Museums auf viele Jahre der Öffentlichkeit entzogen werden.

Versicherungsrechtliche Fragen für die Nutzung müssen natürlich geklärt werden, da jeder Raum einer besonderen Aufsicht bedarf, die die Stadt personell nicht erbringen kann, wie man uns versichert. Der Verein bietet sich an, übergangsweise Gruppenführungen nach Klärung der o.g. Fragen zu übernehmen, sodass eine Aufsicht immer gewährleistet ist.

Als Nächstes steht dann die Generalsanierung der Obergeschosse an. Sie wird auf 6 bis 8 Millionen Euro geschätzt und kann nur mit Zuschüssen des Landes und ggf. des Bundes gestemmt werden. Daher ist es erfreulich, dass der Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen hat, bereits 2020 Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz zu beantragen. Diese Mittel zur Sanierung des Museums sind Teil einer geplanten Entwicklung des gesamten Bereichs Hochstift/ Andreasstift/ Weckerlingplatz/ Andreasquartier zu einem touristischen Zentrum.

Mit einer Generalsanierung ist eine inhaltliche Neukonzeption untrennbar verbunden. Um die öffentliche Diskussion über die Zukunft des Museums voranzutreiben, fordert der Altertumsverein die Verantwortlichen auf, schnellstmöglich mit der Erarbeitung eines Konzepts zu beginnen, wie das Museum künftig seine historischen Schätze und die Stadtgeschichte in ihrer gesamten Breite präsentieren wird. In diese Diskussion wird der Altertumsverein seine Vorstellungen einbringen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Josef Mattes