Aktuelle Mitteilungen

Der Wormsgau 37, 2021 ist erschienen

Auch im schwierigen und herausfordernden Jahr 2021 kann die Stadt Worms (Institut für Stadtgeschichte) gemeinsam mit dem Altertumsverein Worms e.V. einen neuen, reichhaltigen und thematisch vielfältigen Band der seit 1926 erscheinenden Zeitschrift “Der Wormsgau” vorlegen.

Er kann von den Mitgliedern des Vereins ab dem 04.01.2022 im Raschi-Haus (Jüdisches Museum) zu dessen Öffnungszeiten abgeholt oder dort bzw. im Buchhandel erworben werden.

Auf knapp 180 Seiten bietet der durch das Stadtarchiv redaktionell betreute Jahresband, gestalterisch wie seit Jahren in den bewährten Händen der Wernerschen Verlagsgesellschaft Worms. Er enthält sieben zum Teil sehr ausführliche Aufsätze, dazu eine Buchbesprechung, den Vereinsbericht und einen Nachruf auf den im September verstorbenen Stadtarchivar und Ehrenvorsitzenden Dr. Fritz Reuter.

Im Detail enthält der neue Wormsgau reich bebilderte Aufsätze zu Themen der Kunst- und Architekturgeschichte. Dazu zählt eine Würdigung der Architektur in Mainzer Str./Liebfrauenring für die Zeit ca. 1870 bis 1914, ein Blick auf die erfolgreiche UNESCO-Welterbe-Nominierung und ein ausführlicher Rückblick auf die Arbeiten am Andreasstift seit 2009 bis zur Sanierung 2021.

Der Band enthält weiterhin einen Beitrag über einen bislang unbekannten Medaillen-Bestand aus dem stadtgeschichtlichen Museum, einen Beitrag zur schon in den 1920er Jahren globalisierten Modeindustrie anhand von Quellen zu den Wormser Lederwerken Heyl-Liebenau sowie eine neu erarbeitete Karte des Judenviertels zum Jahre 1760.

Der Dank der Herausgeber gilt Dr. Ferdinand Werner und allen Autorinnen und Autoren gleichermaßen!

Inhaltsverzeichnis Der Wormsgau 37, 2021

  • Elmar Worgull, Der Frankenthaler Lettner. Einblicke in die Baugeschichte eines singulären mittelalterlichen Baudenkmals unserer Region
  • Jürgen Hamm, Das Museum Andreasstift – Wiederaufbau der verlorenen Kreuzgangflügel und Modernisierung des Erdgeschosses. Planungen und Baugeschichten aus den Jahren zwischen 2009 und 2021
  • Stefan Andreas Moebus, Spottmedaillen – Propaganda gegen Papst und Kirche. Numismatischer Bestand im Museum Andreasstift
  • Gerold Bönnen/Heribert Feldhaus/Marzena Kessler, Eine neue Karte des Wormser Judenviertels zum Jahre 1760
  • Ferdinand Werner, Zwischen Fabrikschloten und Weingärten: Die Mainzer Strasse und der Liebfrauenring
  • Rosita Nenno, Ludwig Freiherr von Heyl sen. in einem globalisierten Markt zwischen Industrie und Mode zu Ende der 1920er Jahre
  • Nadine Hoffmann, UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz: Rückblick und Ausblick
  • Rezension, Bericht des Altertumsvereins Worms e.V. 2020/21, Nachruf Dr. Fritz Reuter

Mitgliederbrief Dezember 2021

Liebe Mitglieder des Altertumsvereins,

obwohl die Pandemie uns gerade in diesen Tagen wieder stark zusetzt und unsere Möglichkeiten einschränkt, hat sich der Altertumsverein nach Kräften bemüht, Ihnen allen ein vielfältiges und informationsreiches Programm zu bieten. Immerhin konnten wir im Sommer neben der großen Exkursion nach Hildesheim eine Fahrt nach Koblenz (Leitung: Frau Kling) unternehmen, Herr Dr. Bönnen und Herr Dr. Nagel organisierten zwei Fahrradexkursionen nach Lorsch und ins südliche Rheinhessen und im Herbst haben wir unsere erfolgreiche Reihe “Stadtspaziergänge” fortgesetzt. Frau Dr. Spille leitete einen Rundgang “Kunst am Bau in den 1950er und 1960er Jahren”, Frau Lunemann informierte uns bei einem Ortstermin über die Sanierung der Gruftkapelle Doerr & Reinhart im Albert-Schulte-Park und Herr Herrnleben führte uns “Zwischen Bitumina-Tanks und altem Schlachthof” ans Rheinufer.

Den vielen kundigen Führerinnen und Führern, ihrem interessierten Publikum und allen, die sich in anderen Bereichen für den Altertumsverein engagiert haben, gilt am Ende des Jahres mein ganz herzlicher Dank.

Museum im Andreasstift und Wissenschaftliche Stadtbibliothek

Sorgen bereitete uns die Zukunft der – derzeit geschlossenen – Dauerausstellung zur Stadtgeschichte im Museum im Andreasstift und die Wissenschaftliche Abteilung der Stadtbibliothek.

Im Hinblick auf das Museum im Andreasstift hat der Kulturausschuss des Stadtrates, in dem der Altertumsverein als Stifter des Museums vertreten ist, am 14. September 2021 beschlossen, dass nach dem Ende der Landesausstellung und deren Abbau die Besucherinnen und Besucher wieder Zugang zu den Exponaten in den Obergeschossen des Andreasstifts erhalten sollen. Dem Altertumsverein liegt vor allem die Öffnung des ersten Obergeschosses am Herzen, das die vor- und frühgeschichtliche und die römische Abteilung beherbegt. Das große Stadtmodell soll im Erdgeschoss aufgestellt werden und dort ebenfalls wieder zugänglich sein. In der Diskussion darüber nannte die Museumsleitung die Monate April/Mai 2022. Der Altertumsverein hat deutlich gemacht, dass er von einer Öffnung spätestens Ende April / Anfang Mai ausgeht.

In der Andreaskirche und in Räumen des Erdgeschosses soll im September 2022 eine Sonderausstellung zum Thema “Investiturstreit – Wormser Konkordat” Platz finden. Über deren Planung wird derzeit im Museumsbeirat beraten, in dem der Altertumsverein ebenfalls vertreten ist.

Am 6. November berichtete die Wormser Zeitung von einer Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses, in der im Hinblick auf die Haushaltslage die wissenschaftliche Abteilung der Stadtbibliothek als “verzichtbar” bezeichnet worden sei.

Wie viele andere hat auch den Altertumsverein diese Nachricht sehr erschreckt. Ähnlich wie das Museum ist die wissenschaftliche Stadtbibliothek aus den Sammlungen des Altertumsvereins und seiner Mitglieder hervorgegangen.

Anders als andere Städte verfügt Worms über keine zweite Bibliothek mit einem geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt. Wissenschaftliches Arbeiten zu historischen Themen ist in unserer Region nur mit den Beständen der Stadtbibliothek möglich. Ihre Bedeutung zeigte sich erst vor wenigen Wochen bei der Vorbereitung der Landesausstellung zum Wormser Reichstag von 1521. Einige der wenigen Originalexponate dort stammen aus den Beständen der Stadtbibliothek.

Vor etwa 60 Jahren bezog die Bibliothek zusammen mit der Volkshochschule und dem Stadtarchiv ihren noch heute genutzten eigens für diesen Zweck errichteten Neubau, die “Städtischen Kulturinstitute”. Die Platzierung im Zentrum der Stadt an der Stelle des von Cornelius Wilhelm von Heyl errichteten “Cornelianums” enthielt eine eminent politische Aussage: Die Sorge für die Bildung der Menschen in dieser Stadt war von nun an eine Sache der demokratisch verfassten Kommune.

Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt haben ihre wertvollen Büchersammlungen der Bibliothek zum Geschenk gemacht. Einer von ihnen, das Stadtratsmitglied Carl Villinger, vermachte ihr seine riesige Sammlung von 10.000 Bänden. Die Stadt Worms hat ihn dafür 1974 mit dem Ehrenring ausgezeichnet.

Der Altertumsverein hat sich unmittelbar nach Erscheinen des Zeitungsberichts mit den Verantwortlichen im Stadtvorstand und in der Stadtverwaltung in Verbindung gesetzt. Dabei hat er erfahren, dass man dort allgemein den Fortbestand der wissenschaftlichen Abteilung der Bibliothek befürwortet und hier niemand eine Schließung plant, zumal damit kein Sparpotenzial verbunden ist. Anregungen zu einer Schließung kamen dagegen von einzelnen Vertretern des städtischen Parlamentes. Wie zwei Artikel im Nibelungenkurier vom 24. und vom 27. November 2021 nahelegen, betont man inzwischen aber parteiübergreifend den ungeheuren Wert dieses Wissensschatzes und die Notwendigkeit seiner weiteren Nutzung.

Allen Bestrebungen, die Attraktivität der Bibliothek zu erhöhen, wünscht der Altertumsverein viel Erfolg, vorausgesetzt, die Nutzungs- und Arbeitsmöglichkeiten bleiben in allen Bereichen gewahrt. Als Mitbegründer der Stadtbibliothek ist der Verein gerne bereit, sich in einen entsprechenden Diskurs einzubringen.

Veröffentlichungen

Der Wormsgau 37/2021

Mit seinem Online-Vortrag „Das Museum Andreasstift – Wiederaufbau der verlorenen Kreuzgangflügel und Modernisierung des Erdgeschosses“ hat Herr Hamm uns schon am 10. Dezember einen Vorgeschmack auf den Inhalt des neuen Wormsgau-Bandes gegeben.

Leider hat sich die Auslieferung des Buches um einige Tage verzögert. Sobald wir über die nötigen Informationen verfügen, werden wir unseren Wormser Mitgliedern auf der Homepage, durch Mail oder über die Presse mitteilen, wann und wo sie ihn abholen können.

Für den Beginn des Jahres 2022 ist im Zusammenhang mit der Wiedereinweihung der Wormser Syngoge eine weitere Veröffentlichung geplant:

Kontinuität – Zerstörung – Authentizität ? Die Wiedergewinnung des Synagogenbezirks in Worms 1945-1961, hg. aus Anlass des 60. Jahrestags der Wiedereinweihung der Wormser Synagoge von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und dem Stadtarchiv Worms, Schriftleitung: Gerold Bönnen u. Nadine Hoffmann, Worms 2022 (Wernersche Verlagsgesellschaft), 226 S. durchgehend ill., ISBN 978-3-88462-409-8.

Veranstaltungen

Vortrag

Unsere Vortragsreihe werden wir am Freitag, 18. Februar 2022, um 19 Uhr, mit einem Vortrag von Herrn Holger Grewe M.A. zum Thema “Archäologische Entdeckungen im Synagogenbezirk zu Worms – Stand und Perspektiven 2022” fortsetzen.

Holger Grewe leitet als Mittelalterarchäologe seit 2001 die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim am Rhein. Als Kooperationspartner der Generaldirektion Kulturelles Erbe ist seine Forschungsstelle seit März 2021 mit der Archäologie des Synagogenbezirks in Worms betraut.

Über den geplanten Vortrag schreibt er: “Wir sind Weltkulturerbe – Glück und Tragik der jüdischen Überlieferung in den SchUM-Städten Mainz, Speyer und Worms finden durch die Zuerkennung des Welterbe-Status international Beachtung. Jetzt hat die Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe RP gemeinsam mit der Stadt Worms eine archäologische Untersuchung der Mikwe begonnen. Es geht um die Erhaltung und Sanierung des baulichen Erbes und um den Schutz des “Bodenarchivs” in einem der ältesten jüdischen Kultzentren Europas. Der Vortrag berichtet erstmals über die Grabungsarbeiten, über die neuesten Funde und formuliert aktuelle Forschungsfragen aus Sicht der Mittelalterarchäologie.”

Voraussichtlich wird leider auch dieser Vortrag nur online stattfinden können. Den entsprechenden Link finden Sie wie immer auf unserer Homepage.

Stadtspaziergänge

Für das Frühjahr 2022 haben wir folgende Stadtspaziergänge geplant:

“Wormser Brunnen”: Mi., 16.03.22, 16:00 Uhr, und Sa., 26.03.22, 10:30 Uhr (Leitung: Frau Dr. Spille), Treffpunkt: Siegfriedbrunnen, vor dem Haus “Zur Münze”

“Mainzer Straße”: Mi., 23.03.22, 16:00 Uhr, und Sa., 02.04.22, 10:30 Uhr (Leitung: Prof. Dr. Werner), Treffpunkt: Glaserei Wollentin, Gaustraße 9.

“Stadtmauer am Willy-Brandt-Ring”: Mi., 30.03.22, 16:00 Uhr, und Sa., 09.04.22, 10:30 Uhr, falls es die derzeitige Baustellensituation bis dahin ermöglicht, (Leitung: Frau Lunemann, Herr De Filippo), Treffpunkt: Weckerlingplatz.

Die Durchführung der Stadtspaziergänge ist abhängig von den im Frühjahr geltenden Corona-Regeln. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erst ab 01.03.22 als Mail (info@altertumsverein-worms.de) oder telefonisch bei Frau Dr. Spille (06241/46950) möglich.

Exkursionen

Wenn die Pandemie es zulässt, wollen wir auch wieder ein Exkursionsprogramm durchführen. Folgende Unternehmungen sind in Vorbereitung:

Sa., 14.05.22, Kloster Eberbach und Kiedrich (Leitung: Prof. Dr. Bönnen)

Sa., 11.06.22, Bad Nauheim, Nieder-Weisel, Butzbach (Leitung: Frau Dr. Spille)

Sa., 02.07.22, Trier, Ausstellung: „Der Untergang des Römischen Reiches“ (Leitung: Herr Dr. Josef Mattes)

Fr., 02.09. bis Mo., 05.09.22, Brügge, Gent, Löwen (Leitung: Frau Kling).

Eine Anmeldung für die Exkursionen wird erst dann möglich sein, wenn Durchführung und Kosten gesichert sind. Dazu erfolgt eine eigene Information im Frühjahr 2022.

In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen bei unseren Veranstaltungen wünsche ich Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.

Bleiben Sie gesund!

Ganz herzliche Grüße

Ihr Burkard Keilmann

Stadtarchiv macht wichtige Quelle nutzbar – Städtisches “Eidbuch” des Spätmittelalters erschlossen

Die nahezu totale Zerstörung der Stadt im Jahre 1689 hat Worms unwiederbringlicher Teile seines Stadtgedächtnisses, des bis in das Jahr 1074 zurückreichenden Archivs, beraubt. Dadurch fehlen gerade für die mittelalterliche Blütezeit von Worms viele Quellen, die uns Einblick in die Entwicklung der Stadt gewähren könnten. Zu den glücklicherweise bis heute erhaltenen “Perlen” der Überlieferung gehört dabei ein im Wesentlichen während des 15. Jahrhunderts geführter Pergamentkodex des Stadtarchivs, das sogenannte “Eidbuch” des Rates der Stadt, das bislang kaum nutzbar war; sein Inhalt war bislang nur punktuell näher erfasst worden.

Eine Seite des im Stadtarchivs aufbewahrten Eidbuchs

Wie in anderen bedeutenden mittelalterlichen Städten hatte der Stadtrat auch in Worms um 1400 die Bemühungen um schriftliche Fixierung von Rechtstexten durch Anlage eines Stadtbuches für juristische und Verwaltungszwecke forciert. Die Eintragungen reichen dann bis in das 16. Jahrhundert weiter und waren für das Handeln der Obrigkeit von großer Bedeutung. Das zentrale Dokument mit der Archivsignatur Abt. 1 B Reichsstädtisches Archiv Nr. 23 war 1999 verfilmt und 2015 digitalisiert worden und konnte jetzt im Rahmen eines Projekts des Stadtarchivs durch eine kompetente Wissenschaftlerin erstmals inhaltlich erschlossen und beschrieben werden. Damit ist es für die auch vergleichende Forschung zur Wormser Stadtgeschichte im späten Mittelalter nutzbar.

Das 124 Blatt Pergament umfassende Amtsbuch (der Einband aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts besteht aus einem Holzdeckel, überzogen mit weißem Leder und Messingschließen) enthält vor allem Verzeichnisse der durch Amtsträger, Zunftangehörige oder Wormser Bewohner zu leistenden Eidestexte, daneben Verordnungen, Urkundenabschriften und punktuell offizielle Aufzeichnungen betreffend den Streit des Rates mit Bischof bzw. Geistlichkeit.

Die kundige, engagierte Bearbeiterin Viktoria Köllner (Beltheim/Heidelberg), Germanistin und Historikerin, hat die Einträge in 305 sogenannten Regesten, also Zusammenfassungen des Inhalts, beschrieben und ältere Teilabschriften des 19. Jahrhunderts eingearbeitet. Mit dem Vorhaben verbindet sich die Hoffnung, dass ebenso ein Beitrag zur intensiveren Erforschung der Wormser spätmittelalterlichen Geschichte geleistet wie auch ein weiterer Baustein in der Erschließung mittelalterlicher Stadtbücher insgesamt vorgelegt wird.

Die Regesten samt einer Einleitung, Registern und einer Auswahl von Abbildungen finden sich auf dem Server der Universitätsbibliothek Heidelberg als elektronische Ressource (pdf, 164 S.), eine gedruckte Publikation ist für das Jahr 2022 geplant.

Regesten des Wormser Eidbuches (Stadtarchiv Worms Abt. 1 B 23) Eine Quelle zur Geschichte der Stadt Worms im 15. und frühen 16. Jahrhundert bearb. von Viktoria Köllner u. Gerold Bönnen, Worms 2021

DOI: 10.11588/heidok.00030861 – URN: urn:nbn:de:bsz:16-heidok-308616 

URL: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/30861

Altertumsverein Worms tritt für Erhalt der wissenschaftlichen Stadtbibliothek ein

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Altertumsvereins,

Künftig ohne Wissenschaften?“ – so lautet die Überschrift eines Artikels in der Wormser Zeitung vom 06.11.2021. Die Verfasserin Annika Sinner berichtet darin über eine Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses. Angesichts der desolaten Haushaltslage seien sich „viele der Ausschussmitglieder einig“, die wissenschaftliche Stadtbibliothek sei „am ehesten verzichtbar“.

Viele von Ihnen – und natürlich auch den Altertumsverein – hat diese Nachricht sehr erschreckt. Ähnlich wie das Museum ist die wissenschaftliche Stadtbibliothek aus den Sammlungen des Altertumsvereins und seiner Mitglieder hervorgegangen.

Anders als andere Städte verfügt Worms über keine zweite Bibliothek mit einem geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt. Wissenschaftliches Arbeiten zu historischen Themen ist in unserer Region nur mit den Beständen der Stadtbibliothek möglich. Ihre Bedeutung zeigte sich erst vor wenigen Wochen bei der Vorbereitung der Landesausstellung zum Wormser Reichstag von 1521. Einige der wenigen Originalexponate dort stammen aus den Beständen der Stadtbibliothek. Wie will man die Ausstellung ohne sie legitimieren?

Für den Altertumsverein ist das allein schon ein wichtiger Grund, sich mit all seiner Kraft für den Fortbestand und die Nutzung der wissenschaftlichen Bibliothek einzusetzen. Zunächst aber gilt es, die in der Wormser Zeitung berichteten Fakten zu überprüfen und ihre Hintergründe auszuleuchten. Der Altertumsverein hat daher schon in den letzten Tagen Kontakte zu den politischen Entscheidungsträgern angebahnt und wird Sie über die Ergebnisse seiner Gespräche informieren.

Burkard Keilmann

Neue Veröffentlichung über die Mainzer Steinhalle

Gemeinsam mit vielen anderen Institutionen setzt sich der Altertumsverein Worms für den Erhalt der Steinhalle am Mainzer Landesmuseum ein, die in ein “Reallabor Demokratie“ umgewandelt werden soll. Die Umwandlung hätte zur Folge, dass die einzigartige Sammlung römischer Steindenkmäler aus Mainz nicht mehr vollständig an ihrem angestammten Ort präsentiert werden kann.

Die Debatte über die Mainzer Steinhalle kann jetzt in einer neu erschienenen Veröffentlichung nachvollzogen werden. Sie trägt den Titel “Die Mainzer Steinhalle – Dokumentation einer öffentlichen Debatte 2021” und wurde von Prof. Michael Matheus und vielen weiteren Fachgelehrten und Institutionen herausgegeben. Enthalten ist auch der offene Brief, den Dr. Burkard Keilmann, 1. Vorsitzender des AV Worms, an Ministerpräsidentin Malu Dreyer geschickt hat.

Das Buch umfasst 176 Seiten, ist im Verlag Schnell+Steiner erschienen und kostet 17 Euro. Außerdem soll die Veröffentlichung in einer kostenlosen elektronischen Version im Internet bereitgestellt werden.

Am 17. November werden Vertreterinnen und Vertreter des “Bürgerrats Steinhalle” die Dokumentation Herrn Innenminister Roger Lewentz übergeben, der für das Mainzer Landesmuseum und die Steinhalle zuständig ist.

Mitgliederbrief Oktober 2021

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

im Namen von unserem Vorsitzenden Burkard Keilmann, der momentan einen wohlverdienten Urlaub genießt, erhalten Sie heute von mir den Mitgliederbrief.

Für das kommende Quartal hat der Altertumsverein wieder ein Programm zusammengestellt, dass trotz Corona durchführbar ist.

Zuerst möchten wir Sie auf einen interessanten Vortrag der Domgemeinde im Haus am Dom hinweisen. Am Montag, dem 11. Oktober 2021, um 19 Uhr spricht Prof. Dr. Hans – Christoph Dittscheid, Regensburg, über das Thema “Blinde Synagoge. Triumphierende Ecclesia? Zum Bildprogramm des Südportals am Wormser Dom”. Eine Anmeldung auf dieser Seite oder telefonisch im Dompfarramt, Tel.: 06241 5961620 ist erforderlich.

Dann setzen wir unsere Stadtrundgänge fort, mit drei neuen Themen.

Kunst am Bau in den 1950er und 60er Jahren in Worms, Leitung Dr. Irene Spille

Bereits in der Zeit der Wiederaufbaus bestand der Wunsch, Gebäude attraktiv zu gestalten mittels Sgraffiti, Mosaiken, Drahtbiegearbeiten, Bildhauerarbeiten und anderes mehr.

Treffpunkt: Platz der Partnertschaft

Termine: Mittwoch, 13. Oktober, 16.00 Uhr und Samstag, 23. Oktober, 10.30 Uhr.

Die Gruftkapelle Doerr & Reinhart im Albert-Schulte-Park, Leitung: Hannah Lunemann

Die Baumaßnahme wird vorgestellt, thematisiert wird die restauratorische Instandsetzung der Kapelle außen, die Naturstein und Spenglerarbeiten, die Konservierung des Innenraums im 2. Bauabschnitt 2022 mit Farboberflächen und Natursteinarbeiten.

Treffpunkt: an der Gruftkapelle, Termin: Mittwoch, 20. Oktober, 16.00 Uhr.

Zwischen Bitumina-Tanks und Altem Schlachthof, Leitung: Hans-Georg Herrnleben

Der Rundgang beginnt und endet am Pegelhäuschen und führt entlang der Rheinuferpromenade über die Karl-Kübel-Brücke zur Nibelungenschule, zur Fischerweide und zur Woogbrücke am Bautzener Platz, sodann am ehemaligen Altsprachlichen Gymnasium vorbei zum Küchler-Denkmal und zum Denkmal für die Wormser Stare.

Treffpunkt: Pegelhäuschen am Rheinufer

Termine: Mittwoch, 27. Oktober, 16.00 Uhr und Samstag, 06. November, 10.30 Uhr.

Hierzu ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich über info@altertumsverein-worms.de oder telefonisch bei Spille, Tel.: 06241 46950.

Außerdem bieten wir einen interessanten Online-Vortrag an. Architekt Jürgen Hamm spricht über “Das Museum Andreasstift – Wiederaufbau der verlorenen Kreuzgangflügel und Modernisierung des Erdgeschosses” am Freitag, dem 10. Dezember 2021 um 19 Uhr.

Die Zugangsdaten für den Vortrag werden rechtzeitig auf unserer Homepage www.altertumsverein-worms.de unter “Veranstaltungen” bekanntgegeben.

Die Wormsgau-Bände 17-30 von 1998-2013 sind inzwischen digitalisiert und online gestellt und können als PDFs heruntergeladen werden. Dasselbe gilt für “Vom Rhein” (Monatsschrift des Altertumsvereins 1902-1914). Machen Sie regen Gebrauch von dieser Lektüre! Sie finden weitere Informationen unter Der Wormsgau.

Wer den letzten Wormsgau 36, 2020 noch nicht abgeholt hat, erhält ihn weiterhin an der Museumskasse im Raschihaus Di bis So von 10-12.30 Uhr und von 13.30-16.30 Uhr.

Auch für 2022 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wir hoffen sehr, Ihnen wieder Präsenzvorträge anbieten zu können, die aber, wenn es noch nicht sein soll, online gehalten werden. Wir stehen deswegen unter anderem in Verbindung mit Dr. Schefers über “Weltkulturerbe Lorsch” und dem Mittelalterarchäologen Grewe M.A. über seine Ausgrabungen an der Wormser Mikwe. Außerdem wird es ab März Stadtrundgänge zu speziellen Themen geben, und wir wünschen uns ein “normales” Exkursionsprogramm, an dem wir auch schon arbeiten.

Bleiben Sie uns bitte gewogen und nehmen Sie unsere Angebote wahr! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und einen guten Kontakt mit Ihnen.

Für den Vorstand des Altertumsvereins grüßt Sie

Irene Spille, 2. Vorsitzende

Fritz Reuter – ein Nachruf

von Burkard Keilmann

Dr. Fritz Reuter im Jahr 2015, Quelle: privat

Der Wormser Altertumsverein trauert um seinen langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Dr. Fritz Reuter, der am Morgen des 7. September 2021 verstorben ist.

Wer einmal erlebt hat, wie er so kenntnisreich und faszinierend über unsere Stadt berichtete, käme nie auf den Gedanken, dass Fritz Reuter gar kein Wormser war. Fritz Reuter wurde am 4. November 1929 in Frankfurt am Main geboren. Aber schon mit zehn Jahren verschlug es ihn nach Worms. Nach dem Besuch der Realschule absolvierte er hier eine Schriftsetzerlehre.

Noch bevor er seine berufliche Laufbahn im Archiv der Stadt Worms begann, trat er 1963 dem Altertumsverein bei. Ihm und der Geschichte der Stadt hat er sein ganzes berufliches und privates Leben gewidmet. Von 1979 bis 2004 leitete er den Verein als Vorsitzender. Wegen seiner außerordentlichen Verdienste wählte ihn die Mitgliederversammlung 2005 einstimmig zum Ehrenvorsitzenden.

Herr Dr. Reuter war mit seiner umfassenden Bildung, seinen vielseitigen Interessen und seinem Humor ein Glücksfall für unsere Stadt.

Auf den Beruf des Archivleiters hatte er sich erst als Erwachsener durch den Besuch eines Abendgymnasiums in Mannheim und das anschließende Studium an der Universität Mainz vorbereitet. Schon das war eine imponierende Leistung, bei der ihm seine leider schon früh (1999) verstorbene Frau Pauline tatkräftig zur Seite stand. 1964 wurde Fritz Reuter zum Wissenschaftlichen Assistenten bei den Städtischen Kulturinstituten ernannt, seit 1971 war er Leiter des Wormser Stadtarchivs.

Fritz Reuters Interessen galten nicht nur der Geschichte, seinem Studienfach, er war auch ein begeisterter Musiker, spielte Kontrabass, und ein profunder Kenner der bildenden Künste, vor allem aber war er ein Kenner und Liebhaber der Menschen.

Und deshalb verstand er sich nicht nur als Bewahrer, Ordner und Verwalter des ihm anvertrauten Schriftguts – obwohl er auch diese Kunst perfekt beherrschte. Fritz Reuter verstand es, dem toten Material Geschichte und Geschichten abzuringen, von denen er nicht nur im Altertumsverein, sondern auch bei unzähligen anderen Gelegenheiten spannend zu berichten wusste. Ja, er hatte die Gabe, Menschen, nicht nur Fachleute, für die Wormser Geschichte zu begeistern.

Aus dieser Disposition und aus seiner tiefen religiösen Überzeugung ergibt sich wohl Fritz Reuters Engagement für die Erinnerung an die jüdischen Wormser Mitbürgerinnen und Mitbürger, die zwischen 1933 und 1945 einem verbrecherischen Regime und seinen Mitläufern zum Opfer fielen. Viele Kontakte zu Überlebenden des Holocausts hat er zusammen mit dem Ehepaar Schlösser gepflegt. In Reuters Amtszeit übersiedelte das Stadtarchiv ins Raschihaus. In seinem Untergeschoss entstand ein jüdisches Museum.

An der Stelle des Raschihauses hatte einmal das Altersheim gestanden, aus dem die letzten jüdischen Bewohner der Stadt in die Vernichtungslager deportiert wurden. Die Verbindung von Archiv und jüdischem Museum in der Hinteren Judengasse hatte Signalwirkung: Worms wollte sich seiner Verantwortung stellen. Das Schicksal dieser geschundenen Menschen sollte nicht der Vergessenheit anheimfallen.

Dr. Fritz Reuter bei der Grundsteinlegung des Raschi-Hauses im Jahr 1980, Quelle: Stadtarchiv

Seine jüdischen Freunde haben Fritz Reuter dafür 2008 mit dem Obermayer-Award geehrt, der ihn mit großem Stolz erfüllte. Durch seinen Einsatz hat er wichtige Vorarbeiten zur Aufnahme der SchUM-Stätten in die Welterbeliste der UNESCO geleistet.

Auch anderswo hat Fritz Reuter durch seine wissenschaftliche Arbeit für die Stadtgeschichte ganz neue Horizonte geöffnet. Nur wenige Beispiele sollen genügen:

Mit Bravour meisterte er 1971 – erst wenige Jahre nach seinem Berufseinstieg – die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 450. Jahrestag des Wormser Reichstags und gab einen Aufsatzband heraus, der noch heute – 50 Jahre danach – grundlegend ist.

Mit seiner 1993 erschienenen umfassenden Dissertation über „Karl Hofmann und das `neue Worms´“ legte er den Grundstein für die kritisch-wissenschaftliche Beschäftigung mit dem lange vernachlässigten 19. Jahrhundert. Eine fulminante Leistung, erbracht neben einer anstrengenden Berufsarbeit.

Auch nachdem er mit 75 Jahren den Vereinsvorsitz niedergelegt hatte, hat Fritz Reuter noch viele wichtige wissenschaftliche Beiträge im „Wormsgau“ veröffentlicht. Auch dem Vereinsvorstand ist er treu geblieben. Bis in die letzten Monate nahm er, begleitet und rührend umsorgt von seiner Partnerin Frau Bablok, an dessen Sitzungen teil.

Niemand, der sich ernsthaft mit der Geschichte der Stadt Worms beschäftigt, wird künftig Fritz Reuters wissenschaftliches Werk übersehen können. Und auch wir werden seinen Einsatz für die Stadt Worms und den Altertumsverein nicht vergessen.

Jahresbericht 2020/21 des Vorsitzenden Dr. Burkard Keilmann

Vereinsarbeit während der Pandemie

Schon bald nach dem ersten Schrecken über die Verhängung des Lockdowns setzten Überlegungen ein, die Vereinsarbeit den gewandelten Verhältnissen anzupassen.

Eine immer wichtigere Rolle in unserer Arbeit spielt unsere Homepage, die von Herrn Dr. Nagel sehr sorgfältig betreut wird. Dort finden Sie alle aktuell wichtigen Informationen. Immer größere Bedeutung findet auch die rasche Kommunikation über Mails. Der noch von Herrn Dr. Mattes angelegte und inzwischen erweiterte Mailverteiler ist ein großer Gewinn. Wir sind dankbar für jede neue Mailadresse, die Sie uns zur Verfügung stellen.

Noch in der ersten Oktoberhälfte suchten wir durch „Stadtspaziergänge“ einen Ausgleich für die wegen Corona entfallenden Vorträge zu schaffen. Sehr beeindruckt hat mich die spontane Bereitschaft gleich mehrerer Vorstandsmitglieder, einen themenorientierten Streifzug durch Worms vorzubereiten und durchzuführen. Die Aktion war trotz der späten Jahreszeit ein toller Erfolg. Alle Spaziergänge mussten wegen der hohen Anmeldungszahlen wiederholt werden. Ein großer Dank an Frau Dr. Spille, Herrn Herrnleben und Herrn Dr. Werner, die diese Mühe auf sich genommen haben, und auch an Frau Schäfer, die regelmäßig ausführlich in der Presse darüber berichtete.

Vor wenigen Wochen setzte Herr Dr. Bönnen mit einem weiteren Rundgang die Serie fort. Eine Fortsetzung noch in diesem Herbst ist geplant.  

Ab Januar 2021 fanden die Vorstandssitzungen in virtueller Form statt. Ein ganz herzlicher Dank gilt in diesem Zusammenhang Herrn Dr. Bechthold und Herrn Dr. Nagel, die angesichts der neuen technischen Herausforderungen Zaudernde freundlich, aber nachdrücklich ermuntert haben.

Die virtuellen Zusammenkünfte ermöglichten rasch die Planungen weiterer Aktivitäten:

Im Frühjahr konnten drei hervorragend besuchte Vorträge ebenfalls als Videokonferenzen durchgeführt werden. Bei den beiden Referenten Dr. Bönnen und Dr. Nagel möchte ich mich ganz besonders bedanken, dass sie sich auf das damit verbundene technische Wagnis einließen.

Die Reihe unserer Exkursionen haben wir wenigstens ansatzweise fortsetzen können. Im Sommer 2020 führte uns eine Tagesfahrt unter Leitung von Frau Dr. Spille nach Bad Homburg und zur Saalburg. Frau Dr. Spille leitete auch im September 2020 die traditionelle Mehrtagesfahrt in den Chiemgau.

Da die Coronakrise weitere Exkursionen mit dem Bus unmöglich machte, veranstaltete der Altertumsverein zwei historische Radtouren, beide geleitet von Dr. Gerold Bönnen und Dr. Daniel Nagel. Die erste Tour führte die Teilnehmer durch den Bürstädter Wald nach Lorsch. Dort erläuterte Hermann Schefers, der Leiter der UNESCO-Weltkulturerbestätte, den Teilnehmern die Geschichte und die baulichen Überreste der ehemaligen Klosteranlage.

Im Rahmen der zweiten Tour fuhren die Teilnehmer von Worms-Herrnsheim über Abenheim, Mörstadt, Flörsheim, Dalsheim, Bermersheim, Gundersheim, Westhofen und Osthofen wieder zurück nach Worms. Im Mittelpunkt stand ein Rundgang durch Westhofen, geleitet durch den Archäologen Dr. Martin Grünewald und seinen Vater und Vorstandsmitglied Julius Grünewald, die den Teilnehmern die bemerkenswerte Geschichte und die eindrucksvollen Gebäude des Ortskerns anschaulich näherbrachten.

Frau Kling ließ sich im August die Möglichkeit zu einer konventionellen Exkursion nach Koblenz ebenfalls nicht nehmen. Auf dem Programm standen Führungen durch die Koblenzer Innenstadt und eine Fahrt mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein.

Auch die finanzielle Förderung von Veröffentlichungen hat der Vorstand beschlossen:

  • Kartographie der Zerstörung. Der rheinhessische Raum des späten „friedlosen“ 17. Jahrhunderts im großmaßstäblichen Kartenbild Joseph Claude Favrots, hg. von Klaus Kremb. Worms 2020.
  • Jörg Koch, 111 Wormser Straßen von A bis Z. Worms 2020.
  • Ulrike Schäfer, Vergiss uns nicht … Stolpersteine in Worms II. Worms 2020.
  • Ines Heisig, Kulturförderung als Prestigepolitik. Der Aufstieg der Unternehmerfamilie Heyl im Deutschen Kaiserreich (erscheint Anfang 2022).

Beteiligung an den Veranstaltungen zum Reichstagsjubiläum 1521

In die Planungen der Landesausstellung waren über den Wormser Museumsbeirat zunächst auch Vorstandsmitglieder des Altertumsvereins eingebunden. Deren Bemühungen um einen stärkeren Worms- und Reichstags-Bezug erwiesen sich aber als mit dem Konzept der Ausstellungsgestalter nicht vereinbar.

Der Verein bemühte sich daher um eine Alternative. Zusammen mit einer Reihe von Kooperationspartnern, der Domgemeinde, dem Stadtarchiv, dem Historischen Seminar der Johannes Gutenberg – Universität Mainz, dem Institut für Mainzer Kirchengeschichte, der Akademie Erbacher Hof und der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte veranstalteten wir am 18./19.06.21 eine eigene Tagung: „Reichstag – Reichsstadt – Konfession. Worms 1521“.

Obwohl die ursprünglich im Haus am Dom geplante Tagung infolge der Pandemie nur virtuell durchgeführt werden konnte, war sie sehr gut besucht. Der öffentliche Abendvortrag des renommierten evangelischen Kirchenhistorikers Prof. Dr. Volker Leppin fand am 18.06. im Dom statt. Ein Tagungsband ist geplant.

Auf Initiative von Herrn Dr. Mattes konnten wir sechs Rollups in den Schaufenstern leerstehender Geschäfte der Kämmererstraße und Hafergasse aufstellen. Durch sie informierten wir die Passanten über die Auswirkungen des Reichstags auf die Stadtgeschichte.

Engagement des Altertumsvereins für sein Museum im Andreasstift

Der Altertumsverein hat 1928 seine Sammlungen der Stadt Worms zum Geschenk gemacht und auch finanziell den Umbau des Andreasstifts zum Museum ermöglicht.

Er versteht sich daher als Förderverein dieser Institution und ihrer Schätze. Die Sammlungen des Museums zeugen von großer Liebe seiner Begründer und Förderer zur vielfältigen Geschichte der Stadt Worms und von ihrer Bereitschaft zu hohem bürgerschaftlichem Engagement.

Gerne hat der Altertumsverein daher der Bitte der Stadt entsprochen und die Bauträgerschaft bei der Neugestaltung des Andreasstifts übernommen. Mein Vorgänger Herr Dr. Mattes hat in diese Aufgabe immens viel Energie und Zeit investiert.

Am 28./29.11.2020, dem Wochenende vor dem Fest des hl. Andreas, sollte sich das neugestaltete Museum der Öffentlichkeit vorstellen. Alles war fertig. Nicht die Bauarbeiten, nur Corona hat es verhindert.

Am Tag der Architektur (27.06.21), wenige Tage vor der Eröffnung der Landesausstellung, die durch die Neugestaltung des Andreasstifts erst möglich geworden war, konnte sich die Öffentlichkeit ein erstes Bild von der neuen Gestalt des Museums machen.

Der Altertumsverein hat den Fortschritt der Bauarbeiten durch zwei Videos vom Sommer 2020 und von 2021 dokumentiert, die über unsere Homepage abgerufen werden können.

Große Sorge bereitet uns noch immer die Nutzung des Andreasstifts nach dem Ende der Landesausstellung Ende Dezember 2021. Der Altertumsverein steht in ständigen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und hat sich bereits im Frühjahr mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Wir erwarten dringend die Entwicklung eines Ausstellungskonzepts sowie eine zeitnahe Öffnung der Dauerausstellung zumindest in dem von der Landesausstellung nur peripher tangierten ersten Obergeschoss.

Unsere Mitglieder

Zwölf Mitglieder hat der Verein im vergangenen Jahr durch den Tod verloren:

Margret Brensing
Hans Denschlag
Irmtraud Geiss
Eva Götzen
Renate Heil
Heide Kiefer
Heinrich Löcher
Friedrich Obergfell
Dr. Fritz Reuter
Erna Schambach
Manfred Stolze
Leonhard Veith

Wir sind ihnen allen sehr dankbar, dass sie den Altertumsverein durch ihre Mitgliedschaft unterstützt und sich bei uns engagiert haben.

Weitere zwölf Mitglieder haben den Verein meist aus Altersgründen verlassen. Auch ihnen danken wir herzlich für die gemeinsame Zeit.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir im gleichen Zeitraum 28 Neumitglieder willkommen heißen durften:

Werner Adolf
Hans-Dieter Arnold
Jutta Bingenheimer
Lothar Decher
Dr. Peter Diehl
Dr. Viktor Fuchs
Rosemarie Gutzler
Daniel Hendrich
Dr. Gregor Hess
David Hilzendegen
Danny Horak
Matthias Kaufmann
Volker Kirsch
Dr. David Maier
Dr. Matthias Miedreich
Horst Niederhöfer
Stefan Pruin
Eva Rückrich
Philip Schäfer
Sarah Schäfer
Robin Schilling
Wilhelm Selbert
Franz Stimmel
Helga Stimmel
Frank Stolze
Ralf Weinhold
Sigrid Weinhold
Johannes Zabel

Trotz der für alle Vereine sehr schwierigen Pandemiezeit ist damit die Mitgliederzahl wieder leicht gestiegen. Sie beträgt 539 (Stand 10.09.21).

Alle neuen und natürlich auch alten Mitglieder laden wir sehr herzlich zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen ein und freuen uns über alle, die ihre Ideen einbringen und sich engagieren wollen.

Viele dieser Mitglieder halten dem Altertumsverein schon über Jahrzehnte die Treue, und die Mitgliederversammlung ist eine gute Gelegenheit, dafür zu danken.

Wir gratulieren zu 70 Mitgliedsjahren dem Rudi-Stephan-Gymnasium,

seit 40 Jahren gehört Frau Sigrun Reuter dem Altertumsverein an,

25 Jahre Mitglied sind Herr Dr. Gerold Bönnen, Frau Hilde Knichel und Frau Barbara Zaunbrecher-Oppmann.

Allen Jubilaren gilt unser herzlicher Glückwunsch! Wir hoffen und wünschen, Sie noch viele Jahre bei uns zu sehen.

Grußwort von Dr. Burkard Keilmann, gehalten bei der Eröffnung der Ausstellung “Hier stehe ich” am 2. Juli 2021

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung “Hier stehe ich – Gewissen und Protest 1521 bis 2021” zählte Dr. Burkard Keilmann, der Vorsitzende des Altertumsvereins, zu den Rednern.

Da sein Grußwort weder in der offiziellen Mitteilung der Stadt noch in Presseberichten Erwähnung fand, hat der AV entschieden, es an dieser Stelle vollständig seinen Mitgliedern und allen Interessierten zugänglich zu machen.

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Dreyer,

sehr geehrte Frau Ministerin Binz,

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kessel,

meine Damen und Herren,

zugegeben: als neugieriger Mensch, hätte mich brennend interessiert, was vor 500 Jahren die “gemeine Frau” oder der “gemeine Mann” über den Reichstagsrummel dachten:

etwa der namenlose Pferdeknecht des schwerreichen Altbürgermeisters Heinrich Silberborner – er beherbergte gleich hier um die Ecke in der Speyergasse den Kurfürsten von Brandenburg –

oder die Küchenmagd im Bischofshof drüben auf der anderen Seite des Doms, wo der Kaiser und sein Bruder Hof hielten.

Beeindruckte sie das damals schon uralte Heilige Römische Reich, das in den prachtvollen Roben von Kaiser und Fürsten lebendig wurde?

Faszinierte sie der Bettelmönch in seiner Kutte, als er sich vor den hohen Herrschaften mutig auf sein in Gottes Wort gefangenes Gewissen berief? 

Oder überwog doch die banale Furcht vor drangvoller Enge, unhaltbaren hygienischen Zuständen und ins Unermessliche steigenden Preisen, da ihre kleine Stadt über Monate mehr als 10.000 Gäste in ihren engen Mauern beherbergen musste?

Worms war als Reichstagsort nur zweite Wahl. Das bevorzugte Nürnberg schied aus: der sterbenden leuf halben, wie der Kaiser schrieb. Die hohen Herren hatten Angst davor, sich in der fränkischen Stadt mit einer dort grassierenden Seuche zu anzustecken.

Flankierende Förderprogramme des Reichs oder finanzielle Anstrengungen der Kommune zur Verbesserung der Infrastruktur am Reichstagsort z.B. für die Entsorgung von Pferde- und anderem Mist oder die Ableitung des Abwassers waren nicht zu erwarten.

Was der Rat der Stadt befürchtete, zeigt eine Herbergsordnung, die Höchstpreise für Unterkunft und Verpflegung diktierte. Immerhin, wer bereit war, sein Bett mit einem anderen Gast zu teilen, sollte für die Übernachtung auch nur den halben Preis zahlen müssen.

Genutzt hat das alles vermutlich wenig, selbst der päpstliche Legat Aleander klagte über Enge, Gestank und Teuerung. Mehrere einflussreiche Berater des Kaisers, darunter sein Leibarzt, sanken hier in Worms vor der Zeit ins Grab: Nicht nur in Nürnberg konnte die Epidemie zuschlagen. Die vielen namenlosen Opfer der Seuche hat niemand gezählt.

Trotz eines rasanten medizinischen Fortschritts: so ganz haben wir die gesundheitlichen Gefährdungen größerer Menschenansammlungen bis heute nicht im Griff. Aber wir dürfen der Landesregierung, der Stadt Worms und den Veranstaltern, Frau Breitwieser, Herrn Dr. Mückain und ihrem Team, dankbar sein, dass sie diese Ausstellung und die heutige Feier – wenn auch verspätet und in Distanz – möglich machen konnten.

Der Altertumsverein freut sich auch sehr, dass die Ausstellung gerade hier, im Andreasstift möglich geworden ist, an dem Ort, an dem sich die ersten Bewohner der Stadt für Luthers Lehren begeisterten, und einer von ihnen, Ulrich Sitzinger, sogar dem großen Reformator vormachte, wie man als Priester heiratet.

Dass dies möglich geworden ist, verdanken wir – über Generationen hinweg – der Großzügigkeit von engagierten Wormser Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Vor fast 100 Jahren sorgte der Ehrenvorsitzende des Altertumsvereins Maximilian von Heyl dafür, dass das in der Pauluskirche untergebrachte stadtgeschichtliche Museum im renovierten Andreasstift eine neue Bleibe fand. Schon Jahrzehnte zuvor hatte er zu Luthers 400. Geburtstag dem Museum seine ungeheuer wertvolle reichhaltige Sammlung von Luther- und Reformationsdrucken zum Geschenk gemacht: Stadt- und Reichsgeschichte sind in Worms eng miteinander verbunden.

Und in den letzten Jahren machte es Frau Ilse Lang durch eine großzügige Spende möglich, dass unter Leitung von Architekt Hamm die Kirche und dieser wunderbare Kreuzgang saniert werden konnten. Herr Dr. Mattes hatte für den Altertumsverein die Aufgabe des Bauherrn übernommen. Dafür gilt allen unser herzlicher Dank!

Auf die Leitung des Museums warten auch nach dem Lutherjahr noch große Aufgaben. Aber zunächst wünschen wir dem Andreasstift eine erfolgreiche Ausstellung und, dass es durch seine Sanierung zu einem Magnet wird für alle Menschen, die sich für die lange und vielfältige Geschichte unserer Stadt begeistern.

Mitgliederbrief Juli 2021

Liebe Mitglieder des Altertumsvereins,

leider war es uns in diesem Jahr nicht möglich, Ihnen ein gedrucktes Exkursionsprogramm zuzusenden. Der Pandemieverlauf verhinderte jede längerfristige Planung.

Doch der Verein ist inzwischen nicht untätig geblieben. Über unsere virtuell veranstalteten Vorträge und die gelungene Tagung zum Reichstagsjubiläum haben wir über unsere Homepage, die Wormser Presse und das Internet berichtet. In zwei leerstehenden Geschäften in der Hafergasse und der Kämmerstraße informieren sechs Rollups über den Reichstag von 1521 und Luthers Auftreten in Worms. Herr Dr. Mattes hat dieses Projekt des Altertumsvereins angestoßen und koordiniert. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.

Nachdem der Pandemieverlauf es jetzt möglich macht, möchten wir Ihnen in diesem Rundbrief die in den nächsten Monaten geplanten Veranstaltungen mitteilen:

Exkursionen

Zwei weitere Exkursionen können wir Ihnen in den nächsten Wochen anbieten:

Am Samstag, 28. August 2021, besuchen wir Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein

Wegen ihrer Lage am Zusammenfluss von Rhein und Mosel gaben die Römer ihrer Siedlung den Namen „Confluentes“ und errichteten hier, am Moselübergang der Römerstraße von Mainz nach Köln, ein Kastell.

Vom 11. bis 18. Jahrhundert war Koblenz ein Zentrum des Erzstifts Trier und im 17. und 18. Jahrhundert kurfürstliche und erzbischöfliche Residenzstadt. Nach einem kurzen französischen Zwischenspiel gelangte Koblenz nach 1815 an das Königreich Preußen und war Sitz des Oberpräsidiums der preußischen Rheinprovinz. Der bauliche Charakter der Stadt wird besonders durch die Barockarchitektur der kurfürstlichen und die repräsentativen Gebäude der preußischen Epoche geprägt. Koblenz ist bis heute ein Verwaltungszentrum und Relikte der früheren Festungsstadt sind noch vielfach wahrzunehmen.

Nach einer Stadtführung und einem gemeinsamen Mittagessen gelangen wir mit der Seilbahn über den Rhein zur ehemaligen Festung Ehrenbreitstein, wo wir bei einem geführten Gang durch die Festungsgeschichte Gelegenheit haben, die Dauerausstellung zur Archäologie an Rhein und Mosel zu besuchen und den Blick auf das Deutsche Eck von oben zu genießen.

Leitung: Jutta Kling

Abfahrt 7.45 Uhr Stadion, 7.50 Uhr Hagenstraße, Rückkehr gegen 20.00 Uhr

Preis 48,- €

Die große Exkursion führt uns von Freitag, 17.09., bis Montag, 20.09.21 nach Königslutter, Hildesheim, Braunschweig, Wolfenbüttel und Goslar. Übernachten werden wir im Klosterhotel Wöltingerode in der Nähe von Goslar. Auf dem Programm stehen neben geführten Stadtrundgängen die mittelalterlichen Dome von Hildesheim, Braunschweig und Königslutter (Grablege Kaiser Lothars III., 1125-1137), das Hildesheimer Dommuseum und die Kaiserpfalz in Goslar.  

Leitung: Burkard Keilmann

Abfahrt: Fr., 17.09.21, 7:30 Uhr Stadion Alzeyer Straße, 7:35 Uhr Hagenstraße, Rückkehr: Mo., 20.09.21, ca. 18:30 Uhr

Preis: € 395,- EZ, € 375,- DZ

Eine verbindliche Anmeldung für beide Exkursionen ist ab sofort möglich:

per E-Mail (info@altertumsverein-worms.de) oder telefonisch:
Irene Spille: 06241/46950

Die Teilnahme an den Exkursionen erfolgt versicherungsrechtlich auf eigene Gefahr. Bei Rücktritt von der großen Exkursion können eventuell Stornokosten entstehen. Bitte beachten Sie unbedingt die bei Antritt der Fahrt geltenden Pandemiebestimmungen!

Wir bitten um Überweisung der Reisekosten vor Antritt der Fahrt auf die Konten des Altertumsvereins:

Sparkasse Worms-Alzey-Ried: BIC: MALADE51WOR,
IBAN: DE77 5535 0010 0000 0162 05

Volksbank Alzey-Worms: BIC: GENODE61AZY,
IBAN: DE71 5509 1200 0001 9149 01.

Weitere Veranstaltungen

Stadtspaziergang durch das Quartier Stralenbergstraße

Zu einem Stadtspaziergang durch das Quartier Stralenbergstraße lädt Herr Dr. Bönnen für Donnerstag, 12.08.21, um 18:30 Uhr ein, Treffpunkt vor dem Haus Stralenbergstraße 1 (ehemals Wohnungsbaugesellschaft).

Jüdisches Museum im Raschihaus

Am Dienstag, 07.09.21, und Donnerstag, 09.09.21, jeweils um 19 Uhr wird Herr Dr. Bönnen durch die neugestalteten Räume des Jüdischen Museums im Raschihaus führen.

Aus Platzgründen darf die Teilnehmerzahl bei allen Veranstaltungen jeweils 15 Personen nicht übersteigen.

Für den Stadtspaziergang und die Führung durch das Jüdische Museum ist eine Anmeldung erforderlich: E-Mail: gerold.boennen@worms.de oder telefonisch: 06241/853-4700 oder 4701.  

Auch hier gelten die dann gültigen Pandemiebestimmungen.

Für Vereinsmitglieder freier Eintritt in die Landesausstellung im Museum im Andreasstift

Am 3. Juli öffnet im Städtischen Museum im Andreasstift die Landesausstellung “Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021”. Zur Ausstellung erhalten die Mitglieder des Altertumsvereins freien Eintritt, wenn sie sich durch den Mitgliedsausweis, den sie bei ihrem Beitritt erhalten haben, ausweisen können. Wir danken der Stadt Worms für diese großzügige Geste, die das Engagement des Altertumsvereins für das Museum anerkennt.

Mitgliederversammlung 2021

Alle Mitglieder des Altertumsvereins sind für Freitag, 10.09.2021, um 18 Uhr zur jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen, die wieder in der Aula des Rudi-Stephan-Gymnasiums, Von-Steuben-Straße 31, stattfinden wird. Unserem Mitglied, Herrn OStD Dr. Wallenborn, gilt ein ganz herzlicher Dank für seine Gastfreundschaft.

Wormsgau 36 (2020)

Wegen der vorübergehenden pandemiebedingten Schließung von Stadtarchiv und Jüdischem Museum konnten noch nicht alle Mitglieder den im vergangenen November erschienenen Wormsgau-Band 2020 abholen. Wir bitten das jetzt nachzuholen.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen und grüßen Sie alle ganz herzlich!

Ihr Burkard Keilmann

Kostenloser Eintritt für Mitglieder des AV in die Landesausstellung “Hier stehe ich”

Am 3. Juli eröffnet im Städtischen Museum im Andreasstift die Landesausstellung “Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021”. Zur Ausstellung erhalten die Mitglieder des Altertumsvereins freien Eintritt. Wir danken der Stadt Worms für diese großzügige Geste, die das Engagement des Altertumsvereins für das Museum anerkennt.

Die einfachste Möglichkeit, sich als Mitglied des Altertumsvereins auszuweisen, besteht darin, die Mitgliedskarte vorzulegen, die sie beim Beitritt erhalten haben.

Tag der Architektur am 27. Juni 2021 im Andreasstift

Mitglieder des Altertumsvereins und alle weiteren Interessierten haben am Sonntag, 27. Juni Gelegenheit, den neuen Innenhof und die wiederaufgebauten Kreuzgangflügel des Andreasstifts zu besuchen.

Am Sonntag, 27. Juni, von 13 bis 17 Uhr erhalten alle Interessierten die Gelegenheit, einen kleinen Blick in das sanierte Museum der Stadt Worms im Andreasstift zu werfen. Im Rahmen des bundesweiten „Tag der Architektur“ dürfen Besucher den neu gestalteten Innenhof betreten, von dort aus die neu gebauten Kreuzgangflügel bestaunen und sich im Gespräch mit dem Museumsteam, dem Altertumsverein Worms e. V. und dem Architekten Jürgen Hamm über das Bauprojekt, die Geschichte des mittelalterlichen Stifts und des Museums zu informieren.

Da aufgrund der Aufbauarbeiten zur Ausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ keine Besichtigung der Innenräume möglich sein wird, gewähren ergänzend Filme und Präsentationen vor Ort in den alten Kreuzgängen spannende Einblicke in die sanierten und umgebauten Erdgeschossräume. Eine Anmeldung vorab ist nicht nötig: Einfach vorbeikommen und staunen! Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Der Tag der Architektur ist das größte bundesweite Baukulturevent und lädt seit 1995 Bauinteressierte ein, aktuelle und beispielhafte Architektur zu erleben. Pandemiebedingt findet davon einiges in diesem Jahr virtuell statt, aber auch vieles vor Ort. Die Jury der Architektenkammer Rheinland-Pfalz wählte in diesem Jahr 42 Projekte aus den Bewerbungen aus. Hinzu kommen 39 Projekte aus 2020, die von dem Angebot der Kammer Gebrauch machen, dieses Jahr noch einmal im Programm mit dabei zu sein.

Mit großem Aufwand wurde das Erdgeschoss des 1000 Jahre alten Gebäudekomplexes in den letzten Jahren fit für die Zukunft gemacht: zwei Kreuzgangflügel an der Kirchenseite und am Ostflügel wurden aufgebaut, ein temporärer Witterungsverschluss in den bestehenden Kreuzgangarmen eingerichtet, der Weiße Saal erhielt eine Klimaanlage, ein Windfang in der Andreaskirche zum Ausgang Weckerlingplatz entstand, ein barrierefreier Zugang am Museumseingang und ein Ausgang aus dem Treppenhaus am Andreastor wurden ermöglicht.

Diese dringend notwendigen, umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurden zum einen möglich durch die bereitwillige Wahrnehmung der Bauherrenrolle durch den Altertumsverein, vor allem aber durch das persönliche Engagement und die finanzielle Unterstützung der Wormser Unternehmerin Ilse Lang.

Informationen zur Online-Tagung Reichstag – Reichsstadt – Konfession. Worms 1521

Die Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte veranstaltet in Kooperation mit dem Altertumsverein Worms und weiteren Institutionen am 18. und 19. Juni 2021 eine Tagung, in deren Mittelpunkt der berühmte Wormser Reichstag von 1521 steht.

Aufgrund der noch hohen Inzidenzen in Worms und der bleibenden unwägbaren Entwicklung in den nächsten Wochen hat sich das Vorbereitungsteam entschieden, die Tagung in rein digitaler Form (Videokonferenz) durchzuführen. Bereits angemeldete Personen bleiben angemeldet und wurden per E-Mail zu den technischen Einzelheiten informiert.

Unter Berufung auf sein Gewissen verweigerte Martin Luther vor Kaiser und Reichsständen den kirchlich geforderten Widerruf seiner Reformschriften. Dieses welthistorische Ereignis jährt sich 2021 zum 500. Mal.

Das Jubiläumsjahr nimmt die Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte zum Anlass, auf den Reichstag von 1521 und die nachfolgende Ausbildung diverser Konfessionskulturen in Worms zu schauen. Im Zentrum stehen zum einen die rechtliche Institution und die zeremonielle Ausgestaltung des Reichstags sowie die Situation der Reichsstadt Worms. Zum anderen wird das konfessionelle Mit- und Nebeneinander in Worms bis zum „Wormser Memorandum“ im Jahr 1971 in den Blick genommen.

In Kooperation mit:

  • Akademie des Bistums Mainz, Erbacher Hof
  • Altertumsverein Worms
  • Bistum Mainz, Institut für Mainzer Kirchengeschichte
  • Domgemeinde St. Peter Worms
  • Johannes Gutenberg-Universität, Historisches Seminar, Arbeitsbereich Neuere Geschichte
  • Stadt Worms
  • Treffpunkt am Dom – City und Touristenseelsorge Worms

Eine Teilnahme ist pandemiebedingt nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie im Flyer, den sie hier downloaden können.

Offener Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Erhalt der Steinhalle des Mainzer Landesmuseums

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

die Pläne des Landtagspräsidiums, die Steinhalle des Mainzer Landesmuseums künftig als „Reallabor Demokratie“ zu nutzen, hat im Wormser Altertumsverein blankes Entsetzen hervorgerufen.

Inzwischen berichtet die Homepage des Landtags von einer gemeinsamen Erklärung des Landtagspräsidenten und der Vorsitzenden der beiden überregionalen archäologischen Verbände vom 29.04.2021 zur Weiterentwicklung des Museums und der Steinhalle zum „Mainzer Museumscarré“.

Dem Text ist zu entnehmen, dass beide Seiten große Anstrengungen unternehmen wollen, um künftig Jugendliche noch mehr als bisher für die Demokratie zu begeistern und gleichzeitig die Mainzer Museumslandschaft aufzuwerten.

Leider versäumt es die Erklärung, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie die geplante Optimierung erfolgen kann: Ziel ist es, in der ehemaligen Steinhalle „mit dem originalen Plenargestühl einen Raum (zu) schaffen, der die moderne parlamentarische Demokratie für alle Altersgruppen erfahr- und begreifbar macht.“

Doch mit dem Umzug des Parlaments in sein angestammtes Domizil verliert das nicht mehr benötigte Gestühl seinen Charakter als Original. Es wird zum Museumsstück, das die Räumlichkeiten weiterhin einschränkt. Außerdem können – wie eine Machbarkeitsstudie bereits vorschlägt (S. 13) – die antiken Schätze der früheren Steinhalle künftig (außer an Wochenenden) nur während der Schulferien besucht werden.

Der Wormser Altertumsverein befürchtet, dass die Jugendlichen künftig bei ihrem Besuch die ehemalige Steinhalle keineswegs als authentischen Ort einer „erfahr- und begreifbaren“ Demokratie erkennen. Sie werden enttäuscht sein und den Ort als das nehmen, was er ist, nämlich als Museum, während die realen politischen Entscheidungen an anderer Stelle fallen.

Selbst die beiden Vertreter der Archäologie gehen nach dem Gespräch mit dem Landtagspräsidenten nur noch davon aus, dass die Steinhalle mit ihren wichtigen Ausstellungsstücken „im Kern Bestand haben“ wird.

Auch hier erschließt sich für den Altertumsverein nicht, worin die von beiden erhoffte „zusätzliche Aufwertung“ bestehen soll.

Wir sind der Auffassung, dass man den Charakter der alten Steinhalle als Erinnerungsort völlig verkennt, wenn man nur die Glanzstücke der Ausstellung belassen, den Rest aber in einem provisorischen Lager im Freien verschwinden lassen will. Vermittelt uns nicht gerade die Fülle des dort gebotenen Materials eine Ahnung vom Zusammenleben von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft in unserer Heimat hier am Rhein? Baut nicht unsere Kultur gerade auf ihren Wertvorstellungen auf?  

Ein ehemaliger Mainzer Schüler, Carl Zuckmayer, sah in der Erinnerung an diese Vergangenheit der eigenen Familie eine identitätsstiftende Kraft, die helfen kann, gerade auch einem totalitären und rassistischen System zu widerstehen:

„Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas … Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. – Und dann kam ein griechischer Arzt hinzu oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons …“ (Zuckmayer, Des Teufels General, 1. Akt).

Künftig werden solche Erinnerungen den Jugendlichen wohl verwehrt bleiben. Sollten die bisherigen Planungen in die Realität umgesetzt werden, können Schülergruppen bald an Unterrichtstagen noch nicht einmal den verbleibenden Kernbestand der Antikensammlung in der Steinhalle besuchen.

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin, aus Sicht des Wormser Altertumsvereins werden die bisher kommunizierten Pläne den in der Besprechung vom 29.04.2021 formulierten Zielen in keiner Weise gerecht.

Wir bitten Sie dringend: Nehmen Sie den Wunsch der Jugendlichen, Demokratie an einem authentischen Ort zu erleben, wirklich ernst und tragen Sie außerdem dafür Sorge, dass die einzigartige römerzeitliche Sammlung der Steinhalle auch künftig als Erinnerungsort an die Geschichte unserer Region allen Interessierten uneingeschränkt zugänglich bleibt.

Mit freundlichem Gruß

Worms, 26. Mai 2021

Dr. Burkard Keilmann
Vorsitzender des Altertumsvereins Worms e.V.

Altertumsverein erwartet Konzept für zeitnahe Wiedereröffnung des Museums im Andreasstift Ostern 2022

Liebe Mitglieder und Freunde des Altertumsvereins,

als Bauherr und Gründer des Museums freut sich der Altertumsverein über die gelungene Erweiterung und Erneuerung des Andreasstifts, die die Durchführung der Landesausstellung zur Erinnerung an den Wormser Reichstag von 1521 erst ermöglicht hat.

Unklar ist aber noch, wann und wie sich das Museum nach dem Ende der Landesausstellung im Dezember 2021 allen an der Geschichte unserer Stadt Interessierten präsentieren wird.

Dem Altertumsverein ist es wichtig, dass darüber rechtzeitig nachgedacht wird. Deshalb wendet er sich mit der folgenden Presseerklärung an die Öffentlichkeit:

Nachdem der Altertumsverein auf Bitten der Stadtverwaltung die Aufgabe des Bauherrn übernommen hat, freut sich der Altertumsverein über die gelungene bauliche Erweiterung und Erneuerung des Andreasstifts.

Nur die großzügige Spende einer Bürgerin und das Engagement des ehemaligen Vereinsvorsitzenden Dr. Josef Mattes haben es möglich gemacht, in diesen Tagen durch eine große Landesausstellung an den folgenreichen Wormser Reichstag von 1521 zu erinnern.

Als Gründer des Museums ist es dem Altertumsverein aber ein wirkliches Anliegen, dass dessen Erweiterung über diese Ausstellung hinaus bald den an der langen und reichen Geschichte unserer Stadt interessierten Besucherinnen und Besuchern zugutekommt.

Wir wollen den Schwung aus dem großen öffentlichen Interesse für die derzeit geplante Landesausstellung nach deren Abschluss Ende Dezember 2021 auch für die weitere Entwicklung des Museums nutzen.

Daher liegt dem Verein sehr an einer zügigen Wiedereröffnung des Museums spätestens um Ostern 2022 nach einer kurzen Phase des Aufräumens und der Rückführung der Leihgaben.

Da aus vielerlei Gründen eine Nutzung des gesamten Hauses zu diesem Zeitpunkt nur schwer vorstellbar ist, wäre der Verein zunächst auch mit einer provisorischen Darstellung von Schwerpunktthemen der Stadtgeschichte in den Räumen der Andreaskirche und des neugestalteten Erdgeschosses einverstanden.

Der Vereinsvorstand hat dazu bereits eigene Vorstellungen entwickelt und diese dem Oberbürgermeister, dem Dezernenten und der Museumsleitung ausführlich erläutert. Er besitzt ein vertraglich garantiertes Mitwirkungsrecht und ist zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit bereit.

Der Verein weist aber darauf hin, dass seiner Meinung nach eine Schließung des Museums über Ostern 2022 hinaus unbedingt zu vermeiden ist und alle Terminplanungen rechtzeitig (also bis zum Ende der Landesausstellung) und zuverlässig der Öffentlichkeit kommuniziert werden müssen.

Nur so kann die Entstehung des falschen Eindrucks vermieden werden, die Stadt Worms werde großzügigem Mäzenatentum nicht gerecht und das Museum versinke nach der so hervorragend gelungenen Erweiterung in der Bedeutungslosigkeit.         

Worms, 12.05.2021
gez. Dr. Burkard Keilmann
Vorsitzender des Altertumsvereins Worms e.V.

Neues Video: Baustellenrundgang durch das Andreasstift

Im zweiten Video zu Neubauten und Umbauten im Andreasstift Worms stellen Architekt Jürgen Hamm und Ulrike Breitwieser vom Städtischen Museum in einem Rundgang mit Dr. Burkard Keilmann, dem Vorsitzenden des Altertumsvereins und seinem Vorgänger Dr. Josef Mattes die neugestalteten Räumlichkeiten des Städtischen Museums vor.

An diesem Ort wird die Landesausstellung “Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021” vom 3. Juli bis 30. Dezember 2021 zu sehen sein. Im Anschluss sollen die neuen Räumlichkeiten auch eine moderne Präsentation der Wormser Stadtgeschichte ermöglichen.

Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht – Link zur Online-Ausgabe

Liebe Mitglieder, die Ausstellung “Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht” im Landesmuseum Mainz ist aktuell geschlossen. Damit möglichst viele Interessierte dennoch einen Einblick erhalten können, hat das Team des Landesmuseums eine Online-Version geschaffen, die kostenlos für jeden zugänglich ist.

Hier geht es zur Online-Version der Landesausstellung die Kaiser und die Säulen ihrer Macht.

Neuer Online-Vortrag im April

Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen nun schon den dritten virtuellen Vortrag des Altertumsvereins ankündigen dürfen.

Am Freitag, 23.04.2021, um 19 Uhr, wird Herr Dr. Bönnen zum Thema “August Füller (1870-1942) – ein Wormser Fotograf und sein Nachlass im Stadtarchiv” sprechen. Sie alle sind wie immer ganz herzlich eingeladen.

Weitere Informationen sind hier.

3D-Ansicht des Kreuzgangs im Andreasstift

Liebe Mitglieder und Freunde des Altertumsvereins,

Unser Mitglied Norbert Rau hat den wiederaufgebauten Kreuzgang des Andreasstifts fotografiert. Die 3D-Ansicht unten können mit Hilfe des “Kompasses” am rechten Rand drehen. Sie können auch mit den Pfeilen auf dem Boden ihre Position verändern. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen.

Norbert Rau ist auch der Fotograf vieler weiterer Bilder auf der Homepage des Altertumsvereins. Wir danken ihm sehr herzlich für sein Engagement.

Neue Veranstaltungen des Altertumsvereins

Liebe Mitglieder,

liebe Freundinnen und Freunde des Altertumsvereins,

leider können wir infolge der andauernden Corona-Pandemie unsere jährliche Vortragsreihe noch immer nicht im gewohnten Rahmen durchführen. Dank der Initiative von zwei Mitgliedern unseres Vorstands, Herrn Dr. Nagel und Herrn Dr. Bechtold, kann der Vereinsvorstand aber inzwischen seine Sitzungen digital durchführen. Beiden gilt mein ganz herzlicher Dank für ihren Einsatz.

Gleich bei unserer ersten Zusammenkunft über das Internet haben wir beschlossen, Ihnen zwei Vorträge anzubieten, an denen Sie alle über Ihren PC, Tablet oder Smartphone oder mit Telefoneinwahl live teilnehmen können.

Den ersten Vortrag hält Herr Dr. Gerold Bönnen am Freitag, 19.02.2021, 19 Uhr zum Thema “Bischofsstädte, frühes Bürgertum und jüdische Gemeinden als neue Säulen der Kaiserherrschaft am Rhein (ca. 1070-1200)”.

Am Freitag, 12.03.2021, ebenfalls um 19 Uhr, folgt ein Vortrag von Herrn Dr. Daniel Nagel  über “Die Reichsgründung 1871: Glücksfall oder Verhängnis für Deutschland und Europa?”. Herr Dr. Bönnen und ich werden ergänzende Aspekte zum Thema einbringen.

Kurze Einführungen in die Thematik beider Vorträge erhalten Sie im Anhang dieser Mail.

Beide Vorträge werden als Zoom-Meeting durchgeführt.

Für den Vortrag von Herrn Dr. Nagel können Sie sich mit Ihrem PC, Tablet oder Smartphone über folgenden Link anmelden:

https://us02web.zoom.us/j/87106172570?pwd=UWllNUtvT3pSKzRkdlFYZ213TTJ5UT09

Zur Einwahl in den Vortrag per Telefon müssen Sie eine der folgenden Nummern wählen (0695 050 2596 / 069 7104 9922 / 030 5679 5800 / 069 3807 9883) und dann Meeting-ID (871 0617 2570) und Kenncode (56256) eingeben.

Natürlich werden wir im Frühjahr auch die Reihe unserer Stadtspaziergänge fortsetzen. An der für den 18./19.06. geplanten Tagung zum Jubiläum des Wormser Reichstags von 1521 halten wir weiter fest. Auch für das Exkursionsprogramm im Sommer gibt es schon konkrete Pläne. Genauere Informationen darüber erhalten Sie demnächst.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren Projekten und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, wenn auch vorerst nur virtuell.

Bleiben Sie gesund! Ganz herzliche Grüße

Ihr Burkard Keilmann