Jubiläum

Weitere Termine unter:

  • 125 Jahre Museum der Stadt Worms

Daten und Bilder aus der 125-jährigen Geschichte des Museums der Stadt Worms

Die Wormser Pauluskirche von außen und 1881 als Museum.

Am 9. Oktober 1881 wird das neue städtische Museum in der Pauluskirche und im Kreuzgang eröffnet.


Maximilian von Heyl

Rittmeister Maximilian von Heyl finanziert die Renovierung der Pauluskirche, die seit der Säkularisation als Magazin "missbraucht" wurde. Mit der Gestaltung der Ausstellung wird der Münchener Künstler Lorenz Gedon beauftragt.

Maximilian von Heyl kauft 1883 die heute in der Stadtbibliothek aufbewahrten wertvollen Lutherbriefe und Reformationsschriften und lässt ein eigenes Lutherzimmer einrichten.


Dr. August Weckerling (re) und Dr. Carl Koehl (li)

Der Altertumsverein ist Träger des Museums. Er setzt zwei Kustoden ein: den Arzt Dr. Carl Koehl, der die archäologischen Ausgrabungen durchführt und (Bild) den Gymnasiallehrer Dr. August Weckerling, der das Museum verwaltet und neben den Sammlungen auch eine wissenschaftliche Bibliothek aufbaut, die 1905 zu einer selbständigen Stadtbibliothek wird.


Der Kreuzgang des Andreasstifts vor der Sanierung 1928-30. Klicken Sie auf das Bild um eine Fotostrecke der Sanierungsphase zu betrachten.

1928 übergibt der Altertumsverein die Bestände des Museums in das Eigentum der Stadt Worms.

1928 - 1930 Sanierung des Andreasstifts und Umzug des Museums aus dem Paulusstift nach St. Andreas (1. Juli 1930). Das Andreasstift war seit der Säkularisierung teils Kaserne, teil Magazin. Maximilian von Heyl (gestorben 1925) hatte 200.000 Goldmark per Testament für die Sanierung zur Verfügung gestellt.

Die  Bilder der Fotostrecke zeigen die Sanierungsphase 1928-30.

 


Diese Bilder zeigen das Andreasstift mit Dom nach 1930, den Umzug des Museums und einen Schauraum der Zeit.


Der Zweite Weltkrieg bringt wieder Zerstörungen, die nach 1945 zwar schnell, aber mit unzureichenden Mitteln und Materialien behoben werden können. Die Konzeption des Museums in der Nachkriegszeit: Dauerausstellung - Wechselausstellungen im Weißen Saal - große Sonderausstellungen aus besonderem Anlass, zum Beispiel:

  • 1971 - "Luther" zur 450. Wiederkehr des Lutherreichstags von 1521   1981 - "Das Nibelungenlied - Zeit und Bedeutung"
  • 1983 - "Eine feste Burg ist unser Gott" zum 500. Geburtstag Martin Luthers
  • 1989 - "...abgebrandt und Total ruinirt" zur 300. Wiederkehr der Stadtzerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg
  • 1990 - "Möge die Erde dir leicht sein" (Funde des römischen Nordfriedhofs)
  • 1995 - "Kaiser, Reich, Reformen" anlässlich der 500. Wiederkehr des Reichstags von 1495
  • 2000 - "Bischof Burchard (1000 - 1025) - 1000 Jahre Romanik in Worms
  • 2006 - "Die frühen Kelten in Worms-Herrnsheim"
              "Die ersten Römer in Rheinhessen"

Zwei große Aufgaben stehen für die nächsten Jahre an:

a) Eine dringende bauliche Sanierung, besonders der Andreaskirche

b) Die Weiterentwicklung des Museums zu einem vollständigen stadtgeschichtlichen Museum. Neu gestaltet wurden bereits in den letzten 25 Jahren die Abteilungen Vor- und Frühgeschichte, Römerzeit, Lutherzimmer, Glassammlung und Lederwerkstatt.

Der Museumskreuzgang heute

Das Museum ist seit 2006 Teil des Instituts für Stadtgeschichte. Dessen Leiter ist Dr. Gerold Bönnen, Museumsdirektorin ist Dr. Mathilde Grünewald.