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  • Vereinsgeschichte

Wichtige Daten aus der Geschichte des Altertumsvereins Worms

14. Juli 1879

Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und die in Worms wohnenden Mitglieder des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen laden zur Gründung eines Wormser Geschichtsvereins ein. Erster Vorsitzender des Altertumsvereins Worms wird Bürgermeister Friedrich Heimburg ( bis 1883 ). Alle 18 Stadtverordneten werden Mitglieder.

1881

Dr. August Weckerling und Dr. Carl Koehl

Der Altertumsverein gründet auf Initiative des Rittmeisters Maximilian Heyl ( 1844 - 1925; seit 1886 Freiherr von Heyl ) in der Pauluskirche ein Museum mit Ausstellungsstücken von der Antike bis zum Mittelalter. Kustoden des Museums sind die Vereinsmitglieder Sanitätsrat Dr. Carl Koehl ( 1847 - 1929) und der Gymnasialprofessor Dr. August Weckerling ( 1846 - 1924 ). Schwerpunkt der Arbeit Dr. Koehls sind die archäologischen Ausgrabungen. Dr. Weckerling widmet sich den Sammlungen und begründet eine Wissenschaftliche Bibliothek.

1883

Maximilian von Heyl

Maximilian von Heyl schenkt dem vereinseigenen Museum seine private Sammlung von Luther- und Reformationsschriften sowie von Lutherbriefen, die heutige "Lutherbibliothek" der wissenschaftlichen Stadtbibliothek.
1883 findet auch die erste Exkursion des Vereins statt, heute einer der Schwerpunkte der Vereinsarbeit.

 

 

 

1883 - 1888

Bürgermeister Wilhelm Küchler

Bürgermeister Wilhelm Küchler erster Vorsitzender des Altertumsvereins

 

 

1888 - 1925

Maximilian von Heyl Erster Vorsitzender ( ab 1921 Ehrenvorsitzender )

1898

August Weckerling scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schuldienst aus und wird hauptamtlicher Bibliothekar und Archivar der Stadt Worms. Der Altertumsverein sieht den Denkmalschutz von Beginn an als eine seiner Aufgaben und wendet sich 1898 gegen die Pläne des Herrnsheimer Gemeinderats, die mittelalterlichen Torreste am Ortseingang zu entfernen.

1902 - 1914 ( 1924 eine Sonderausgabe )

In der Wormser Zeitung erscheint monatlich Vom Rhein, Monatsblatt des Wormser Altertumsvereins

1906

Der Altertumsverein übergibt die 1881 mit der Gründung des Museums ebenfalls begründete wissenschaftliche Paulusbibliothek mit einem Bestand von 50 000 Bänden an die Stadt Worms.

1914 - 1918

Die Vereinsarbeit wird weitgehend eingestellt. Die Mitgliederzahl geht von ca. 450 auf 250 zurück.

1920

Zum ersten Mal besteht der Vorstand des Vereins in Erinnerung an den historischen Dreizehnerrat der Stadt aus 13 Mitgliedern, die sich in 7 "eigentliche" und 6 "zugewählte" Mitglieder aufteilen.

1921 - 1951

D. Dr. jur. Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim

D. Dr. jur. Cornelius Wilhelm Freiherr von Heyl zu Herrnsheim erster Vorsitzender

 

 

1923/1924

Der Mitgliedsbeitrag wird am 12.9.1923 auf jährlich 75000 Mark festgesetzt, am 21.1.1924 auf 1 Mark.

1926

Dr. Friedrich Maria Illert gibt zum ersten Mal die wissenschaftliche Zeitschrift Der Wormsgau heraus, ein Gemeinschaftswerk von Altertumsverein, Museum, Bibliothek und Archiv.

1928

Museum in der Pauluskirche

In einem Vertrag zwischen Altertumsverein und Stadt geht das Museum in städtisches Eigentum über. Der Vertrag regelt, dass die Stadt Verkäufe nur bei Dubletten tätigen kann und nur, wenn sie mit dem Erlös neue Museumsstücke erwirbt. Der Verein wirkt weiterhin bei der Verwaltung des Museums mit und entsendet zwei Vertreter in den zuständigen Verwaltungsausschuss. Zur Förderung seiner "wichtigen Aufgaben" soll der Verein jährlich einen "angemessenen Betrag" erhalten. Das Museum zieht aus dem Pauluskloster in das Andreasstift um. Für den Umbau des Stifts gibt Maximilian von Heyl 200 000 Mark.


1930

Neues Museum im Andreasstift

Das Museum im Andreasstift wird feierlich eröffnet


1933 - 1945

Der Verein wird in das Kulturprogramm des Dritten Reiches eingebunden. 1934 entsendet er vier Verbindungsmänner zum "Reichsbund für Volk und Heimat" und zum "Kampfbund für deutsche Kultur". 1935 tritt er dem "Reichsbund für deutsche Vorgeschichte" bei, jedoch zusammen mit dem Südwestdeutschen Verband der Altertumsvereine bald wieder aus, da dessen Vorsitzender den südwestdeutschen Vereinen eine "nicht deutsche Gesinnung" vorwarf.

Während des Krieges wird die Vereinsarbeit nach und nach eingestellt.

1947

Die französische Besatzungsbehörde verlangt eine förmliche Neugründung. Bei der Gründungsversammlung treten 79 Mitglieder dem Verein bei.

1950

Der Altertumsverein wird beim Amtsgericht eingetragen und formell als gemeinnützig anerkannt.

1951 - 1962

Ludwig C. Freiherr von Heyl zu Herrnsheim

Ludwig Cornelius Freiherr von Heyl zu Herrnheim erster Vorsitzender

 

 

1956 - 1977

Der Verein ist Mitherausgeber der monatlichen Beilage in der Wormser Zeitung, der Wonnegauer Heimatblätter.

1957

Nach jahrelanger Diskussion über eine Namensänderung des Vereins beschließt die Mitgliederversammlung, den Namen beizubehalten und den Untertitel hinzuzufügen: Gesellschaft der Freunde rheinischer Geschichte und Kultur

1964-66

Friedrich Maria Illert

Erster Vorsitzender Dr. Friedrich Maria Illert

 

 

 

 

 

 

 

1966 -1983

Leonhard C. Freiherr von Heyl zu Herrnsheim

Erster Vorsitzender Leonhard Cornelius Freiherr von Heyl zu Herrnsheim

 

 

 

 

 

1969 - 1971

Der Altertumsverein ist im Kuratorium "Wormser Reichstag 1521 bis 1971" vertreten und engagiert sich personell und finanziell bei der Durchführung des Reichstagsjubiläums und der Herausgabe des Festbuches in besonderer Weise.

1971/72

Der Altertumsverein erhebt immer wieder - ebenso auch in den folgenden Jahren - seine Stimme bei umstrittenen Neubauten ( speziell 1971 beim Neubau der Volksbank ) und der anstehenden Altstadtsanierung. Er erhebt Anspruch, dem städtischen Planungsbeirat für Sanierungsgebiete anzugehören ( 1972 ).

6. Januar 1978

500. Vorstandssitzung seit 1879

1979

Pauluskirche Worms

Der Altertumsverein feiert sein 100-Jahre-Jubiläum  mit einem Festakt in der Pauluskirche in Anwesenheit der Kultusministerin Frau Dr. Laurien und mit einer Sonderausstellung über römische Gläser aus Wormser Beständen im Museum.


Im gleichen Jahr wird der Altertumsverein vom Land Rheinland-Pfalz offiziell als Denkmalpflegeorganisation anerkannt. Er ist berechtigt, in Fragen des Denkmalschutzes Anregungen zu geben und ist von den Behörden zu hören.

1980

Mit der neuen Leiterin des Städtischen Museums Dr. Mathilde Grünewald ist zum ersten Mal eine Frau im Vorstand des Vereins.

1981

Der Altertumsverein feiert mit dem Museum als seinem "Kind" das hundertjährige Bestehen.

1983 - 1988

Erster Vorsitzender des Vereins Dr. Walter Hotz

1989 - 2004

Fritz Reuter

Erster Vorsitzender des Vereins Dr. Fritz Reuter. Nach seinem Rücktritt Ende 2004 wählt ihn die Mitgliederversammlung 2005 zum Ehrenvorsitzenden.


1989

Gedenken an die Stadtzerstörung von 1689 mit der erstmaligen Herausgabe der vollständigen Hammann-Zeichnungen ( Wormser und Londoner Serie; herausgegeben von Dr. Fritz Reuter )

1991

Seit der Wende finden Exkursionen verstärkt in die Neuen Bundesländer statt.

1995 - 2000

Der Verein unterstützt immer wieder ideell, personell und finanziell historisch orientierte Jubiläumsveranstaltungen der Stadt Worms, z. B. 1995 die 500. Wiederkehr des Reichstags von 1495, 1996 die Veranstaltungen zum 450. Todestag Martin Luthers und 2000 die Feiern "1000 Jahre Bischof Burchard".

2004

Der Altertumsverein feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem Fest im Städtischen Museum im Andreasstift und überreicht ansehnliche Jubiläumsgeschenke an den Oberbürgermeister, das Stadtarchiv, das Museum, die Stadtbibliothek und die Luthergemeinde.

ab 2005

Erster Vorsitzender des Vereins Dr. Josef Mattes.

2015 gehören dem Verein 538 Mitglieder an.